Parma
Emilia-Romagna
Die Stadt, die dem Prosciutto di Parma seinen Namen gab. Eine mittelgroße Stadt in der Emilia-Romagna; das Produktionszentrum der DOP-Zone und ein natürliches Pilgerziel für anspruchsvolle Liebhaber von Wurstwaren.
Parma liegt 100 km nordwestlich von Bologna in der südlichen Emilia-Romagna, wo die Ausläufer des Apennins auf die Po-Ebene treffen. Die Stadt ist Namensgeberin und historisches Zentrum des Produktionsgebiets für Prosciutto di Parma DOP (das sich über fünf umliegende Provinzen erstreckt, aber auf der Tradition der Schweinefleischverarbeitung am herzoglichen Hof von Parma basiert). Das moderne Parma ist eine mittelgroße Stadt mit etwa 200.000 Einwohnern und einem kompakten mittelalterlichen Stadtkern, dessen Mittelpunkte das romanische Baptisterium und der Dom bilden. Der Salone Boscoreale diente historisch als Reifekammer des bourbonischen Hofes.
Parma selbst ist weniger dicht mit Wurstwarengeschäften bestückt als Bologna, doch in den umliegenden Dörfern (insbesondere in Langhirano, 20 km südlich) befinden sich die eigentlichen Produktionsstätten. Besucher, die die Herstellung von Prosciutto miterleben möchten, sollten in Parma übernachten und einen Tagesausflug nach Langhirano unternehmen. Der örtliche Betrieb Galloni, gegründet 1960, bietet Führungen und Verkostungen authentischer DOP-Produktion an. Parma ist außerdem die Heimat der Parmigiano-Reggiano DOP-Käseproduktion (das andere große DOP-Produkt der Region) – kombinierte Touren zu Wurstwaren und Käse sind bei Feinschmeckern sehr beliebt.
Bemerkenswerte Geschäfte und Produzenten
- Salumeria Garibaldi (Strada Garibaldi)
- Salumeria San Vitale (Strada Cavour)
- Galloni-Produktionsstätte (Langhirano, 20 km südlich)
Typische Gerichte, die man probieren sollte
- Prosciutto di Parma in Scheiben geschnitten über Melone (estivo)
- Tortelli di erbette (mit Kräutern gefüllte Nudeln aus Parma)
- Culatello di Zibello auf Grissini
- Coppa di Parma mit Mostarda