Italienisch-Amerikaner aus dem Mittleren Westen
Italienisch-amerikanische Wurstwaren aus Chicago und St. Louis. Volpi Foods (1902) ist der traditionsreiche Vorreiter; Tempesta ist der moderne Kleinserienhersteller.
Die italienisch-amerikanische Wurstwarentradition im Mittleren Westen unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von der europäisch-italienischen. Italienische Einwanderer nach Chicago, St. Louis, Milwaukee und in die umliegenden Städte (mit einem Höhepunkt zwischen den 1880er und 1920er Jahren) brachten regionale italienische Salami-Herstellungsmethoden mit, passten diese jedoch an das amerikanische Schweinefleischangebot, die amerikanischen Anforderungen an Chemie und Lebensmittelsicherheit sowie die generationsübergreifende Entwicklung an, wodurch ein einzigartiges italienisch-amerikanisches Ergebnis entstand.
Volpi Foods in St. Louis (gegründet 1902) ist der historische Anker – der älteste durchgehend betriebene Hersteller italienischer Wurstwaren in Amerika. Über 120 Jahre Rezeptentwicklung haben unverwechselbare Produkte hervorgebracht, wie beispielsweise die kleinformatige Trockensalami „Roltini“, die in den 1990er- und 2000er-Jahren zu einem festen Bestandteil der amerikanischen Antipasti-Auswahl wurde. Moderne Kleinproduzenten (wie Tempesta in Chicago, gegründet 2010) arbeiten in ähnlicher Tradition, verwenden aber europäische Qualitätszutaten – Schweinefleisch alter Rassen, traditionelle Fermentation und keine chemischen Konservierungsstoffe.
Die von sizilianischen Aromen beeinflussten Gewürzprofile (Fenchel, Chili) unterscheiden Tempestas Produkte von denen amerikanischer Produzenten im norditalienischen Stil.
Typische Produkte
- Italienisch-amerikanische Trockensalami
- Soppressata nach kalabrischer Art
- Finocchiona im amerikanischen Stil