Pazifischer Nordwesten
Die Wurstwarenregion Oregon und Washington. Olympia Provisions und die breitere Szene der handwerklich hergestellten Wurstwaren in Portland und Seattle.
Der Pazifische Nordwesten entwickelte sich in den 2000er und 2010er Jahren zur führenden amerikanischen Region für handwerklich hergestellte Wurstwaren. Portlands lebendige Restaurantkultur und das breitere regionale Ökosystem der Lebensmittelhandwerksbranche trugen maßgeblich dazu bei. Olympia Provisions (Portland, gegründet 2009) gilt als regionaler Vorreiter und war Oregons erster vom US-Landwirtschaftsministerium (USDA) zugelassener Salami-Produzent. Die Szene umfasst diverse kleinere Produzenten, Restaurants mit eigener Wurstherstellung und eine starke Lieferkette von regionalen Schweinezuchtbetrieben (Carlton Farms, Greener Pastures u. a.), die direkt vom Bauernhof zur Wurstwarenherstellung führen. Der regionale Stil unterscheidet sich deutlich von der Wurstherstellung im Mittleren Westen oder an der Ostküste Amerikas – er ist stärker europäisch geprägt (die Gründer absolvierten ihre Ausbildung in der Regel in Europa, bevor sie in die USA zurückkehrten), konzentriert sich mehr auf fermentierte Salami nach italienischer Art als auf geräuchertes Fleisch aus Massenproduktion und zeichnet sich durch kräftige Kräuter- und Gewürznoten aus, die von der kulinarischen Kultur des Pazifischen Nordwestens inspiriert sind.
Die Räuchertradition (mit regionalen Erlen- und Apfelhölzern) bringt auch besondere geräucherte und gepökelte Produkte hervor, die sich deutlich von den deutschen oder amerikanischen Midwest-Rauchprofilen unterscheiden.
Typische Produkte
- Fermentierte Salami nach amerikanischer Art
- Kaltgeräucherte Schweinefleischspezialitäten
- Prosciutto aus alten Rassen