Iberische Dehesa (weiter gefasst)
Die regionenübergreifende Wald- und Weidelandschaft (ca. 3 Millionen Hektar), auf der freilaufende iberische Schweine während der Montanera-Saison Eicheln fressen. Das charakteristische Terroir der Iberischen Halbinsel.
Die Dehesa ist eine regionenübergreifende Wald- und Weidelandschaft, die sich über rund 3 Millionen Hektar in Westspanien (Extremadura, Salamanca, Huelva, Teile Andalusiens) und dem portugiesischen Alentejo erstreckt. Die Landschaft wurde über Jahrtausende vom Menschen geprägt – Steineichen (Quercus ilex), Korkeichen (Quercus suber) und Grasweiden werden mit geringer Baumdichte gehalten, um die Beweidung zu ermöglichen. Dieses System produziert von Oktober bis März (der Montanera-Saison) Eicheln (Bellotas), die von freilaufenden Iberischen Schwarzschweinen in großen Mengen gefressen werden – bis zu 10 kg pro Schwein und Tag in der Hochsaison.
Die Fütterung mit Eicheln verändert das Fettprofil des Schweins dramatisch: hoher Ölsäuregehalt (über 50 % Fett, ähnlich wie Olivenöl), hoher Gehalt an Antioxidantien aus Eichelpolyphenolen, marmoriertes weißes Fett, das bei Raumtemperatur durchscheinend wird. Alle vier DOP-Gebiete der Iberischen Halbinsel (Jabugo, Guijuelo, Los Pedroches, Extremadura) arbeiten innerhalb des Dehesa-Systems, aber das spezifische Mikroklima jedes Gebiets führt zu deutlich unterschiedlich gereiften Produkten.
Typische Produkte
- Jamón Ibérico de Bellota
- Paleta Ibérica de Bellota
- Lomo Ibérico de Bellota
- Chorizo Ibérico